WEIHRAUCH : Rechtsaußen Martin Hobek entlarvt Berger mehrfach 4

Von der „Volksstimme“ zum „Augustin“
in der Wochenzeitung Zur Zeit Nr. 24/2007

In einem durchaus faktenreichen artikel versucht martin hobek nachzuweisen, dass es sich bei der straßenzeitung „augustin“ eigentlich um ein nachfolgeprojekt des kpö-zentralorganes „volksstimme“ handelt:

„Herausgegeben wird der „Augustin“ vom „Verein Sand & Zeit“, der natürlich ebenfalls völlig unpolitisch und gänzlich gemeinnützig sei. Zur Bekräftigung heißt es im Internet: „Der Augustin schließt sich nicht nur keiner der politischen Parteien an, er mißtraut vielmehr zunächst allen, die mit traditionellen politischen Mitteln auf dem politischen Feld agieren.“ Nur eine einzige, klitzekleine politische Aussage findet sich: Da der „Augustin“ die soziale Gerechtigkeit über alles stelle, „könnte er also der Linken im weitesten Sinn zugeordnet werden“. Aber selbst dieser Hauch eines Bekenntnisses wird bereits im nächsten Satz wieder relativiert: „Sein Ansatz ist aber ein extrem pluralistischer.“ „
schreibt hobek, um dann mit unerbittlicher logik zu zuschlagen:

„Umso seltsamer mutet es daher an, daß es sich beim Obmann des „Vereins Sand & Zeit“, Karl Berger, um den seinerzeitigen „Volksstimme“-Karikaturisten handelt und Schriftführer Robert Sommer, zugleich auch „Augustin“-Chefredakteur, ein „Volksstimme“-Schreiber war.“
jaja, die karikaturisten waren ja schon immer die heimlichen häuptlinge der linken. ach wie gut, dass hobek nicht weiß, dass ich beim news-verlag, der zum bertelsmann-imperium gehört, angestellt bin, sonst müsste er auch noch den weltgrößten medienkonzern als kpö-gesteuert entlarven.

aber die straßenzeitungs-szene zu unterwandern genügt mir nicht. in „vogelfrei – beiträge zur radikalismus-debatte“ ein von andreas mölzer herausgegebenes machwerk, steuert hobek den beitrag „die melonenshow alias grüne alternative“ bei. darin macht er klar, dass die grünen auch nichts anderes als ein von tiefroten extremisten unterwandertes tarn- und täuschprojekt sind. und ein typisches beispiel dafür ist die „liste baum“ in purkersdorf:

„Der Liste Baum könnte man nicht vorwerfen, daß die einschlägige Vita dreier Hauptakteure verschwiegen würde: (…) Auch der frühere Volksstimme-Karikaturist Karl Berger dürfte als solcher bekannt sein …“
herr hobek ist ein meister der kunst viel information zu einem thema zusammen zu tragen um trotzdem nichts davon zu begreifen. wenn einer wie ich, der vor nahezu zwanzig jahren aus der kpö ausgetreten ist und niemals mitglied der grünen war, als beleg für die“ grüne melonenshow“ (außen grün, innen rot) herhalten muss, spricht das allerdings auch für beträchtlichen gestaltungswillen. hobek gestaltet sich seine eigene wirklichkeit. das wiederum ist in seinem politischen umfeld nicht verwunderlich sondern üblich.

martin hobek ist schlagender burschenschafter, autor in den rechtsextremen blättern „aula“ und „eckartbote“ und bezirksrat der fpö

karl berger

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